Von noch mehr Wasser & Shoppingraserei

Gepostet am Jun 20, 2011 in Blog, Cultural dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

13. Juni 2011
Plouigneau

Heute ist es wieder sehr verregnet. Eigentlich wollten wir nach Quimper, aber der Weg ist bei Regen nicht schön. Also machen wir uns einen ruhigen Vormittag.

Am Nachmittag klart es auf und wir fahren nach Roscoff. Gestern habe ich nur den Hafen gesehen. Ich war zwar auch schon Mal früher hier, aber das ist lange her. Roscoff ist ein schönes kleines Dorf. Wir drehen eine Runde zum Hafen und ich sehe die Île de Batz mal ohne Regen von der Küste aus. Sogar den Phâre sieht man von hier. Gerade ist Flut. Bei Ebbe bringt die Fähre ihre Gäste zum Ende einer langen Brücke, die auf den Meeresgrund hinab reicht, hier ist das Meer nicht tief. Meine Mutter zeigt mir ein Hotel, in dem sie mal gearbeitet hat und erzählt mir tolle Geschichten dazu. Ein Stück lebende Geschichte.

Wir bummeln durch die Läden. Es gibt hier allerlei schöne Dinge, wieder viel Essen, Schmuck und Kleidung. Wir machen Rast in einem Sálon de Thé. Hier gibt es auch ein paar Wunder der französischen Pâtisserie. Wir nehmen drei Stück mit: ein Russe, ein Tarte au Citron und eins, von dem ich den Namen vergessen habe, es war mit Nusscrème und Waffeln, sehr lecker. Die Toilette ist draußen auf dem Hinterhof. Sehr abenteuerlich, aber wenigstens ist sie relativ modern. An dieser Stelle muss ich sagen, dass die Franzosen an jeder Ecke Toiletten bieten. Alle kostenlos, alle total unsauber und stinkig. Aber immerhin. Trotzdem nutze ich lieber die Toiletten in Gastronomien oder natürlich am liebsten zu Hause.

Dann gucken wir uns die weiteren Läden an. Ich möchte gerne ein Marineshirt mitnehmen. Die blau-weiß-gestreiften Shirts gibt es hier en masse. Wir gehen von einem in den nächsten Laden. Aber irgendwie merke ich, dass ich hohe Ansprüche habe. Irgendetwas gefällt mir immer nicht. Meine Mutter will mir eins schenken und ich will sie nicht nerven mit der Rumrennerei. Aber wir geben nicht so schnell auf. Am Ende werden wir leider nicht fündig, aber wir planen einen Besuch bei Armor Lux in den nächsten Tagen. Da gibt es alles mögliche im Marinedesign. Vielleicht finde ich dort etwas.

Auf dem Rückweg zeigt mir meine Mutter noch den Fähranleger für die Fähren nach England und Irland. Man kann von hier nach Plymouth, Cork und Rosslare. 6 Stunden dauert das und sein Auto kann man mitnehmen. Plymouth sprechen die Franzosen sehr witzig aus, mehr “plimüs”. Die Engländer werden hier “Johnnies” genannt. Ich kenne aus Deutschland eher den Begriff “Tommies”. Da sieht man mal wieder die kleinen feinen Unterschiede. Apropos, was mir noch in Roscoff aufgefallen ist, ein ganz normales Karussell am Hafen, aber eine der Gondeln bestand aus Asterix und Obelix. Fand ich witzig.

Seht euch meinen Tag hier in Bildern an.

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