Gepostet am Feb 7, 2012 in Blog, Cultural dreams, Pictured dreams, Tasty dreams | Keine Kommentare
Es duftet nach Mandeln, weißer Schokolade und Karamell. Schon allein der Anblick lässt einem das Wasser im Mund zusammen laufen.
Endlich hole ich es nach, von meinem Macaron-Backkurs zu erzählen. Ich habe Macarons lange geschmäht, weil ich dachte, sie schmecken nicht besonders. Für mich sahen sie immer so aus wie eine Art Prinzenrolle, ein Doppelkeks mit cremiger Füllung. Zwar nett, aber ich mir oft zu trocken. Ganz im Gegenteil, sie sind saftig, geschmackvoll, superlecker! Gut, dass ich sie endlich probiert habe.
Und dann war meine Naschlust geweckt. Das Problem, Macarons sind sehr teuer und in Deutschland kaum zu bekommen. Selbst backen war nun die Devise. Nur wie, das ist gar nicht so einfach. Zufälligerweise war ich etwas später bei einer Freundin eingeladen, die in Paris lebt und sie servierte als Nachtisch, ta ta ta taa, Macarons. Und sie bot an, für ein paar Freunde einen Backkurs zu machen.
Zwei Rezepte, die sie aus einem Buch vom französischen Patissier Pierre Hermé kannte, haben wir uns an einem Sonntagnachmittag zeigen lassen und selbst ausprobiert: Macarons à la crème caramel au beurre salé und Macarons à la pistache.
Das Grundrezept für die Coques, die Macarondeckel, ist fast immer gleich. Es ist besonders wichtig, alle Zutaten haargenau abzuwiegen und fein zu arbeiten. Sonst können die Coques reißen, schief werden und hinterher nicht richtig durchweichen.
Rezept für ca. 70 Coques (= 35 Macarons)
Zutaten:
150 g Zucker
150 g Puderzucker
2x 55 g Eiweiß
150 g Mandelmehl
Lebensmittelfarbe nach persönlichem Geschmack
37 g Wasser
Material:
feines Sieb
genaues Thermometer
Backvorlage mit kleinen Kreisen für Coques
Spritztüte

Das ist wichtig, damit die Coques gerade werden und zueinanderpassen.Rezept für Ganache au caramel salé
Zutaten:
150 g Zucker
170 g Sahne
33 g Salzbutter oder Butter + 1/2 TL Salz
145 g Butter
Rezept für Ganache auf pistache
Zutaten:
100 g Pistazien
65 g Zucker
16 g Wasser
1 EL Öl
180 g weiße Schokolade/Kuvertüre
ca. 90-180 g Sahne
Die fertig gefüllten Macarons muss man nun schweren Herzens einen Tag ruhen lassen. Die harten Deckel weichen durch die Füllung durch. Am besten kalt lagern, da die Ganache sonst zu weich wird.
Man braucht viel Zeit und auch manchmal Geduld beim Ausprobieren. Das Backen von Macarons ist eine sehr genaue Arbeit und das Ergebnis kann trotzdem nicht so sein wie erwünscht. Aber mehrere Versuche lohnen sich, auch wenn das Auge mal nicht mit essen kann, die Macarons schmecken richtig gut. Viel Spaß!
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