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Es geht auch anders – Eine kapitalistische Alternative

Gepostet von am Jul 7, 2011 in Blog, Global dreams, Philisophical dreams, Pictured dreams, Produced dreams | 2 Kommentare

Die meisten Menschen verkaufen ihre Arbeitskraft heutzutage für jemand anderen. Diese Anderen sind Reiche, Genies, Glückspilze und sicher auch manchmal Leute, die hart für ihren Erfolg gearbeitet haben. Aber die Anderen machen den kleinsten Teil der Weltbevölkerung aus. Der Großteil verbringt seine Zeit damit, die Reichen noch reicher zu machen. Natürlich bekommen sie auch ihren Teil. Aber warum ist der weniger wert als der eines Vorstandsvorsitzenden oder Geschäftsführers? Die weit verbreitete Antwort: Sie tragen nicht die Verantwortung. Aber warum müssen sie allein die Verantwortung tragen? Und genau das ist die Frage, die man sich stellen sollte. Eine Business-Alternative präsentiert Michael Moore in seinem Film „Capitalism: A Love Story“. Er besucht zwei Unternehmen, die ihm ihre etwas andere Philosophie zeigen: Alvarado Street Bakery und ein Roboterhersteller. Beide gehören den Angestellten, es sind kooperative Business-Modelle. Die genaue Bezeichnung wäre wohl Arbeitergenossenschaft. Nur muss man bei diesem negativ angehauchten Begriff darauf hinweisen, dass diese Bäckerei nicht nur den Arbeitern gehört, sondern auch von ihnen kontrolliert wird. Interessierte finden hier eine genaue Definition des Modells von Alvarado. Jeder, egal ob Bandarbeiter, Sekretärin oder Führungskraft, bekommt pro Jahr eine einzige Aktie der Firma. Am Ende des Jahres gibt er sie wieder ab und bekommt eine neue. Dadurch hat jeder eine Stimme bei jeglichen Unternehmensentscheidungen, von Investitionen über Gehalt bis hin zu Gesundheit. Es läuft ab wie in einer Demokratie. “There’s no big I’s and little You’s,” said Ronnie Bell… “Everything is shared.” Jeder bekommt das heraus, was er hineingibt. Und das kann sich sehen lassen, bei Alvarado bekommen Angestellte durchschnittlich zwischen 65.000 und 70.000 $ im Jahr. Das Verhältnis zwischen Führungskraft- und Arbeitergehalt ist weniger als 3:1. Das klingt fair, das klingt gut. Und das sehen auch die Angestellten/Besitzer so. Die meisten arbeiten schon seit 15 Jahren in dem Unternehmen und sind stolz darauf, es mitgestalten zu können. Anstelle von Ellenbogen-Gehabe herrscht hier anscheinend ein familiäres Miteinander. Z.B. konnte man beobachten, wie die Angestellten sich herzlich vor dem eigens angemieteten Kino begrüßten, um gemeinsam den Film von Moore anzugucken. “Because we are they,” said Girkout, “we tend to give ourselves the best benefits possible.” Die 1979 in Kalifornien gegründete Bäckerei besteht heutzutage aus 117 Angestellten und erwirtschaftet einen Jahresertrag von 24 Mio Dollar mit der Herstellung von organischem Vollkornbrot und Bagels. Die Produkte sind etwas teurer als das Durchschnittsprodukt, aber qualitativer und werden gerne von „Ökos“ gekauft. 40.000 Brotlaibe werden täglich produziert und geliefert. Der Erfolg des Unternehmens beweist, dass Kapitalismus nicht gleich Kapitalismus sein muss. Die Verantwortung liegt nicht in einer Hand. Und das muss sie auch nicht. Man kann sie auch auf mehrere Köpfe verteilen. Für sich selbst arbeitet man ganz anders als für andere, vor allem, wenn man mitbestimmen darf. Das macht alle glücklicher, hoch motiviert und nicht zuletzt wird dadurch die Produktivität des ganzen Unternehmens enorm gesteigert. Heraus kommt eine erfolgreiche, kapitalistische Alternative. Ich verneige mich vor den erfolgreichen, stolzen Bäckern aus Kalifornien. Nun bleibt mir nur die Frage, warum nicht mehr Unternehmen diesen Weg einschlagen. Ich habe an diesen Beispielen gesehen, es geht auch anders. Weitere interessante Gedanken zu diesem Thema gibt es von ChaosPhoenix hier auf: http://www.wahn-der-gedanken.de/2011/06/29/das-leben-der-anderen/ Vielen Dank an: Quelle: Jeremy Hay http://www.pressdemocrat.com/article/20091001/ARTICLES/910019908 Quelle: Dean Walker http://www.groundreport.com/Opinion/Alvarado-Street-Bakery_1/2909018 Photo: Teamgeist gefunden auf aboutpixel.de © Peter...

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Von alten Dörfern & jungen Franzosen

Gepostet von am Jun 26, 2011 in Blog, Cultural dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

Von alten Dörfern & jungen Franzosen

15. Juni 2011 Plouigneau Der Mittwoch ist mein letzter richtiger Tag in der Bretagne. Morgen fliege ich schon gegen Mittag zurück. Da bleibt nicht mehr viel Zeit. Aber wir wollen den Tag noch richtig nutzen und haben ein volles Programm. Zuerst fahren wir nach Locronan. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden, es geht an den westlichsten Zipfel der Bretagne und ein bisschen in den Süden. Der Name (bretonisch: Lok-Ronan) stammt von dem irländischen Saint Ronan, der den Einwohnern das Weben beigebracht haben soll, dass sie im Mittelalter zu Wohlstand gebracht hat. Der Heilige liegt im Ort begraben. Locronan ist ein Museumsdorf. Die Häuser sehen hier genau so aus, wie sie im Mittelalter aussahen. Das Dorf wurde restauriert und für den Autoverkehr komplett gesperrt. Man muss auf einem der umliegenden großen Parkplätze parken und zu Fuß weitergehen. Die Häuser sind sehr sehenswert, komplett aus Stein, mit kleinen Türen und Fenstern. Gerade an den Türen merkt man, dass Bretonen generell ziemlich klein sind. Das ist auch heute nicht anders. Ich bin für deutsche Verhältnisse nicht gr0ß, aber hier fühle ich mich so. Der Ort ist sehr malerisch, kleine Gassen laufen auf den Marktplatz zu, an der auch die sehenswerte Kirche „L’Eglise Saint Ronan“ steht. Die Dorfkulisse wurde auch schon für einige Filme verwendet. Darunter zum Beispiel „Tess“ von Roman Polanski, der Film mit dem Nastassja Kinski ihren internationalen Durchbruch feierte. Überall findet man Künstler. Es gibt hier alles: Glasbläser, Schnitzer, Maler, Chocolatiers, Patissiers, Seifenmacher, Messerhersteller, Häkelkünstler, Fischer und und und. Hier kann man auch in das Haus der 100 bretonischen Biere gehen. Aber besonders hervorzuheben sind die Spezialitäten mit bretonischer (salziger) Butter, z.B. Karamellbonbons. Einfach klasse. Sollte man probieren. Mittags gehen wir, wie sollte es auch anders sein, in eine Crêperie. Ich esse ein Crêpe Fromage du Chèvre de Ferme Homez (Ziegenkäse vom Bauern Homez) und ein Crêpe avec Crème de Marrons (Kastaniencreme). Das Restaurant ist auch von innen sehr urig. Ich sitze vor einem alten bretonischen Bettschrank. Das ist ein relativ großer Schrank, wenn man ihn als Schrank betrachtet. Aber wenn man bedenkt, dass darin früher Eheleute geschlafen haben, kommt es einem doch sehr beengt vor. Meine Großeltern hatten früher auch so einen Schrank, allerdings haben sie zu meinen Zeiten das komplette Küchengeschirr darin aufbewahrt. Danach fahren wir weiter Richtung Süden, nach Quimper. Die Stadt ist nur 17 km entfernt und hier leben ca. 60.000 Menschen. Ähnlich wie in Lannion merkt man hier wesentlich mehr Leben als auf dem Land. Viele junge Leute sind unterwegs und die Straßen sind voll. Auch hier gibt es viele schöne, alte Fachwerkhäuser und tolle Läden. Wir gehen am 1. Macaronier Frankreichs vorbei. Ich weiß leider nicht, ob er der 1. zeitlich gesehen war oder von der Qualität her seinen Namen bezieht. Auf jeden Fall muss ich reingehen, weil ich gerade neulich erst Macarons zu schätzen gelernt habe. Die sind wirlich lecker. Aber leider hier viel zu teuer. 8 Stück sollen 14 € kosten. Hm, ne, die gibts bestimmt auch noch woanders. Dennoch hat sich der Blick ins Innere gelohnt. In zig bunten Farben türmt sich das kleine, runde Gebäck hier. Wir gehen auch in die Markthallen. Die gibt es hier in vielen Orten. Und sie bieten viel frische Ware an. Zum Mitnehmen nach Deutschland kaufe ich einen Ziegenkäse. Und dann besuchen wir meine Cousine...

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Von rosa Granit & der bretonischen IT-Stadt

Gepostet von am Jun 23, 2011 in Blog, Cultural dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

Von rosa Granit & der bretonischen IT-Stadt

14. Juni 2011 Plouigneau Wir fahren an die Côte de Granit Rose (bretonisch: Aod ar Vein Ruz). Vielleicht ist das Wetter da besser als im verregneten Plouigneau. Wir nehmen die Küstenroute. Und tatsächlich, je weiter wir zur Rosa-Granit-Küste kommen, desto mehr scheint die Sonne. Der Küstenabschnitt liegt zwischen Paimpol und Trébeurden und erhielt seinen Namen von riesengroßen, bizarren Felsformationen aus rosafarbenem Granit. Unser Ziel ist Trégastel. Hier gibt es einen schönen feinen Sandstrand, der weiter zum Meer hin mit kleinen rosa Steinen überhäuft ist und überall an der Küste die farbigen Riesen präsentiert. Vor 6 Millionen Jahren entstand durch erkaltetes Magma in 6 km Tiefe dieser Granit, durch Erosion, Abtragung und Veränderung des Wasserspiegels bildeten sich sehenswerte Formen. Das Meer hat sie darüber hinaus richtig glatt gewaschen. In einem Stein kann ich einen Wal erkennen, dort hinten eine Treppe. Das sieht wirklich toll aus. Ich halte meine Füße ins Meer. Es ist noch sehr kalt, aber egal. Beeindruckende Küste. Dann machen wir uns auf den Weg nach Lannion. Auf der ganzen Fahrt, auch schon in den letzten Tagen, sehe ich ganz viele Ortsnamen mit ähnlichen Wortteilen. Unter den französischen Ortsschildern ist der Name auf Bretonisch aufgeführt. Meist ist das eine Hilfe für Nicht-Franösisch-Kenner, denn die bretonischen Namen sehen aus wie die Lautschrift zu den französischen. „Guimaëc“ z.B. heißt auf Bretonisch „Gwimaeg“ oder „Quimper“ ist „Kemper“. Das erleichtert das Aussprechen zumindest für Deutsche sehr. Bretonisch ist eine keltische Sprache, sie wurde von britischen Flüchtlingen und Einwanderern in die Region gebracht. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde sie zu Gunsten des Französischen unterdrückt, hat sich jedoch in der Bevölkerung erhalten. Der Staat erkennt die Sprache zwar immer noch nicht an, aber es gibt eine starke Bewegung zu ihrem Erhalt. Sie wird in der Bretagne tatsächlich noch von einigen gesprochen, hauptsächlich Älteren, aber es entsteht gerade ein Trend, auch Kinder bilingual, also in Französisch und Bretonisch, zu  unterrichten. Das Wort der Bretonen „Lan“ heißt „Eremitage“ und steckt in dem Ortsnamen Lannion (bretonisch: Lannuon). Früher lebten hier wohl Einsiedler. Heute ist die Stadt viel belebter. Sie liegt am Fluß Léguer und hat ca. 20.000 Einwohner. Immer noch klein, aber für bretonische Verhältnisse normal. Es gibt auch eine Uni und zahlreiche IT-Unternehmen. Dafür ist die Stadt heutzutage auch ziemlich bekannt, sie ist praktisch die bretonische IT-Stadt. Sie bezaubert aber auch durch ihre historische Innenstadt mit den typischen Fachwerkhäusern, kleinen, engen Gassen, die wie so oft steil bergauf und bergab gehen. Es gibt viele niedliche Läden und Restaurants. Überall ist was los, man sieht viele junge Leute. Die Stadt gefällt mir. Auf dem Rückweg fahren wir wieder an der Küste entlang. Man sieht ganz klar, dass die Franzosen mit der Algenpest zu kämpfen haben. Jeden Morgen sind die Strände grün vor Algen. Dann kommen sie mit Träckern und räumen sie weg. Abends ist der Sand wieder sauber und am nächsten Morgen geht der Spaß von Neuem los. Die Pest kommt wohl daher, dass die Bauern den Schweineabfall ins Meer kippen. Und die Lobby ist zu groß, so dass die Regierung nichts dagegen tut. Überall das Gleiche. Seht euch meinen Tag hier in Bildern...

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Von noch mehr Wasser & Shoppingraserei

Gepostet von am Jun 20, 2011 in Blog, Cultural dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

Von noch mehr Wasser & Shoppingraserei

13. Juni 2011 Plouigneau Heute ist es wieder sehr verregnet. Eigentlich wollten wir nach Quimper, aber der Weg ist bei Regen nicht schön. Also machen wir uns einen ruhigen Vormittag. Am Nachmittag klart es auf und wir fahren nach Roscoff. Gestern habe ich nur den Hafen gesehen. Ich war zwar auch schon Mal früher hier, aber das ist lange her. Roscoff ist ein schönes kleines Dorf. Wir drehen eine Runde zum Hafen und ich sehe die Île de Batz mal ohne Regen von der Küste aus. Sogar den Phâre sieht man von hier. Gerade ist Flut. Bei Ebbe bringt die Fähre ihre Gäste zum Ende einer langen Brücke, die auf den Meeresgrund hinab reicht, hier ist das Meer nicht tief. Meine Mutter zeigt mir ein Hotel, in dem sie mal gearbeitet hat und erzählt mir tolle Geschichten dazu. Ein Stück lebende Geschichte. Wir bummeln durch die Läden. Es gibt hier allerlei schöne Dinge, wieder viel Essen, Schmuck und Kleidung. Wir machen Rast in einem Sálon de Thé. Hier gibt es auch ein paar Wunder der französischen Pâtisserie. Wir nehmen drei Stück mit: ein Russe, ein Tarte au Citron und eins, von dem ich den Namen vergessen habe, es war mit Nusscrème und Waffeln, sehr lecker. Die Toilette ist draußen auf dem Hinterhof. Sehr abenteuerlich, aber wenigstens ist sie relativ modern. An dieser Stelle muss ich sagen, dass die Franzosen an jeder Ecke Toiletten bieten. Alle kostenlos, alle total unsauber und stinkig. Aber immerhin. Trotzdem nutze ich lieber die Toiletten in Gastronomien oder natürlich am liebsten zu Hause. Dann gucken wir uns die weiteren Läden an. Ich möchte gerne ein Marineshirt mitnehmen. Die blau-weiß-gestreiften Shirts gibt es hier en masse. Wir gehen von einem in den nächsten Laden. Aber irgendwie merke ich, dass ich hohe Ansprüche habe. Irgendetwas gefällt mir immer nicht. Meine Mutter will mir eins schenken und ich will sie nicht nerven mit der Rumrennerei. Aber wir geben nicht so schnell auf. Am Ende werden wir leider nicht fündig, aber wir planen einen Besuch bei Armor Lux in den nächsten Tagen. Da gibt es alles mögliche im Marinedesign. Vielleicht finde ich dort etwas. Auf dem Rückweg zeigt mir meine Mutter noch den Fähranleger für die Fähren nach England und Irland. Man kann von hier nach Plymouth, Cork und Rosslare. 6 Stunden dauert das und sein Auto kann man mitnehmen. Plymouth sprechen die Franzosen sehr witzig aus, mehr „plimüs“. Die Engländer werden hier „Johnnies“ genannt. Ich kenne aus Deutschland eher den Begriff „Tommies“. Da sieht man mal wieder die kleinen feinen Unterschiede. Apropos, was mir noch in Roscoff aufgefallen ist, ein ganz normales Karussell am Hafen, aber eine der Gondeln bestand aus Asterix und Obelix. Fand ich witzig. Seht euch meinen Tag hier in Bildern...

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Von Koffeinüberdosis & Windstärke 9

Gepostet von am Jun 16, 2011 in Blog, Cultural dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

Von Koffeinüberdosis & Windstärke 9

12. Juni 2011 Plouigneau Am Sonntagmorgen regnet es wie schon befürchtet sehr. Aber wir haben eine Rundfahrt gebucht und wollen sie nicht ausfallen lassen. Also leihe ich mir eine Regenjacke und nehme sogar meinen Schal und meine Mütze mit. Raus in den Wind und den Regen. Eingepackt machen wir uns auf den Weg nach Morlaix zur Touristeninformation. Wir haben noch etwas Zeit, also trinken wir einen Kaffee im Café nebenan. Dann sammelt sich die Gruppe. Sie ist sehr groß, also wird sie auf zwei Führerinnen aufgeteilt. Die „Tour A Fer et A Flot“ kann beginnen. Zuerst werden uns ein paar wichtige Punkte in Morlaix gezeigt und ein paar typische, alte, bretonische Häuser. Die Bauart der alten Bretonen ist gar nicht so unterschiedlich zu der alten deutschen. Es gibt viele Fachwerkhäuser und teilweise sind die Fronten mit Schieferplatten verkleidet. Ganz oft verzieren kleine geschnitzte Heilige die Gebäude. Wir gehen durch die kleinen Gassen von Morlaix. Die Stadt ist in einem Tal gebaut und die schmalen Straßen gehen auf und ab. Hier möchte ich nicht Fahrrad fahren müssen. Aber die Morlaisiennes sind wohl einiges gewohnt. Nicht umsonst heißt die Stadt so. Der Name kommt vom Sprichwort „S’il te mort, mort les.“ Grob kann man den Spruch so übersetzen: „Wenn sie dich beißen, beiß zurück.“ Wir haben es also mit Kämpfernaturen zutun. Wir gehen weiter die Gässchen entlang auf eine lange, steile Treppe zu. Meine Mutter sagt mir, dass sie diese Treppe früher immer zur Schule genommen hat. Also auf, die Treppe hoch, im peitschenden Regen und Wind. Alle kommen ins Schwitzen, sie ist wirklich sehr steil und lang. Aber oben angekommen, wird man entlohnt. Man hat einen super Ausblick auf die Stadt. Wir sind jetzt auf dem Niveau der ersten Etage des Viaduktes. Das Gebilde prägt das Stadtbild sehr. Schon von der Ferne sieht man es über der Stadt stehen. Auf der obersten Etage fährt nur die Bahn, da kann man nicht entlang gehen. Aber auf unserer Ebene ist der Blick auch gut, man kann beide Seiten des Tales überblicken und den Fluß sehen. Das 58 m hohe Viadukt wurde 1864 gebaut, um die Bahnverbindung zwischen Brest und Paris zu erstellen. Am Ende des Viaduktes gehen wir noch ein paar Treppen rauf und kommen am Bahnhof von Morlaix an. Mit dem Zug „á fer“ (= auf Eisen) fahren wir bis nach Roscoff. Zu Fuß geht es dann zum Hafen, wo schon die Fähre auf uns wartet. Es regnet immer noch stark, als die Fähre los fährt. Man sieht nicht viel. Sie bringt uns zur Île de Batz. Die Insel, die sehr nah vor der Küste liegt, hat eigentlich ein eigenes Mikroklima. Hier wachsen Palmen und man kann sich an die tollen Strände zum Sonnen legen. Heute nicht, heute weht uns der starke Wind entgegen. Weil wir ziemlich nass und durchgefroren sind, suchen wir zuerst eine Crêperie auf. Ich esse ein Crêpe avec Roquefort und ein Crêpe Caramelisee au beurre salée. Die Bretonen lieben ihre gesalzene Butter, ich auch. Das salzige Karamellcrêpe ist wirklich zu empfehlen. Hier trinken wir den zweiten Kaffee. Der Regen wird zwar nicht schwächer, aber nur in der Crêperie sitzen, das wollten wir auf dieser Insel eigentlich nicht. Also wieder Jacke, Schal, Mütze angezogen und auf in den Sturm. Wir wollen durch das Dorf gehen und zum Leuchtturm,...

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Vom harten Handeln & Feiern á les Bretones

Gepostet von am Jun 14, 2011 in Blog, Cultural dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

Vom harten Handeln & Feiern á les Bretones

11. Juni 2011 Plouigneau Morgens besuchen wir den Markt in Morlaix. Er ist groß, hier kommt mir nicht alles kleiner vor als früher. Viele regionale Spezialitäten werden angeboten: Fisch, Meeresfrüchte, Muscheln, vor allem auch Austern, Krebse, Langusten, Pasteten, Käse, Honig. Natürlich auch die hier angebauten Gemüse- und Obstsorten: Melonen, Artischocken, Salate, Beeren, Aprikosen etc. Was zu meinem früheren Bild fehlt, sind lebende Küken und Kitten. Die wurden früher in engen Gitterkäfigen auf den Märkten zum Kauf geboten. Meine Großeltern, die jetzt beide verstorben sind, hatten früher eine Fischzuchtfarm. Ich durfte dann immer Küken mitnehmen und in den Stall zu den anderen Hühnern bringen. Wir waren mindestens ein Mal im Jahr dort zu Besuch. Meistens fehlten ein paar der von mir gekauften Küken beim nächsten Mal, weil sie der Fuchs geholt hatte. Das fand ich immer traurig, aber so ist das Leben hier auf dem Lande. Typisch auf den bretonischen Märkten sind auch Kleidungsverkäufer. Die Sachen sehen sogar fast so aus, als ob man sie tragen könnte. Nicht unbedingt immer die billige Qualität, die wir von unseren Märkten gewohnt sind. Teilweise sind anscheinend auch Eigendesigner dabei, die Kleidung sieht ziemlich künstlerisch aus. Einen Verkäufer, der auf der Straße an seinen Stühlen schnitzt, fotografiere ich. Er ruft mir zu, dass man vorher fragen sollte, ob man ein Foto machen darf. Das mögen die hier wohl nicht. Auf dem Rückweg über den Markt sehen wir eine Gruppe verkleideter Männer. Das ist ein Junggesellenabschied, der von johlenden Frauen und Müttern begleitet wird. Das ist also nicht nur ein deutscher Brauch. Meine Mutter bleibt noch an einem Stand stehen und feilscht mit einem schwarzen Verkäufer um ein kleines Portemonnaie. Der Mann ist ein waschechter Verkäufer und verlangt immer ganz schnell nach Geld: „Allez Madame, donnez l’argent. Bonne qualité, bonne portemonnaie.“ Gut, dass meine Mutter so hart bleibt, sie handelt ihn von 5 auf 3 € herunter. Dann trinken wir noch einen Kaffee. „Petit Noir“ heißt der Espresso hier und der normale Kaffee „Café Crème“. Dabei sehe ich ein Plakat, dass die Fête de la Musique am 21. Juni ankündigt. Da trete ich auch mit meinem Chor auf, aber in Hannover. Cool, dass es die Fête auch in Morlaix gibt. Ursprünglich kommt die Veranstaltung aus Paris und hat angefangen als einfaches Straßenfest, bei dem sich die Leute vor ihr Haus setzen und zusammen singen, musizieren und tanzen. Von der französischen Hauptstadt aus hat sich die Veranstaltung über die ganze Welt verbreitet und immer mehr professionalisiert. Heute findet man immer noch Laien auf dem Fest, aber auch sehr viele Semi- und Vollprofessionelle. Schade, ich fahre zu früh weg. Sonst könnte ich die Fête auch mal in Frankreich erleben. Zurück in Plouigneau bereiten wir den Rest für die Feier am Nachmittag und Abend vor. Leider ist das Geburtstagskind krank, also machen meine Mutter und ich alles. Eigentlich wollten wir die Tische unterm Carport aufbauen, aber das Wetter ist… nun ja, bretonisch. Nicht warm genug, um lange draußen zu sitzen, viel Wind und Regen. Also bauen wir alles drinnen auf und bereiten den Rest für Kaffee und Abendessen vor. Um 16 Uhr wurde eingeladen, wie es aber so die französische Lebensart ist, kennen sie nicht unsere deutsche Pünktlichkeit. Inzwischen ist das Wetter besser geworden und wir warten im Garten auf die Gäste. Sie trudeln nach und nach ein...

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Von bretonischen Pyramiden & Internetentzug

Gepostet von am Jun 13, 2011 in Blog, Cultural dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

Von bretonischen Pyramiden & Internetentzug

10. Juni 2011 Plouigneau Am Morgen geht das Aufstehen schnell. Schließlich habe ich ja nur meine Klamotten von gestern. Ich hoffe, mein Koffer kommt noch, es ist doch immer schöner in eigenen Klamotten und ich hoffe, er ist nicht ganz verloren. Glücklicherweise kommt er tatsächlich, während wir beim Frühstück sitzen. Alles drin, puh! Zum Frühstück gibt es neben Crêpes auch die Himbeeren aus dem Garten. Mann, sind die lecker. Und die haben meine Eltern jeden Morgen. Beneidenswert. Nach dem Frühstück fahren wir zum grand cairn de Barnenez. Die Megalithanlage ist das größte Hügelgrab Europas. Hügelgräber gibt es hier überall, die Pyramiden der Bretagne. Dieses ist zwischen 4.500 und 3.900 v. Chr. entstanden, 75 m lang und 28 m breit. Insgesamt beherbergt es 11 Grabstätten. Leider kann man nicht herein gehen, aber der aus zwei zu unterschiedlichen Zeiten gebaute Grabhügel ist einen Gang um ihn herum auf jeden Fall wert. Die Toten hier haben übrigens einen wunderbaren Ausblick. Überall sieht man das Meer, man kann genau auf die Bucht von Morlaix gucken. Danach bewandern wir einen Sentier. Die Sentiers gibt es auch überall in der Bretagne. Das sind alte Zöllnerpfade, die mit einer Gesamtlänge von 2.000 km an der Küste verlaufen und toll überwachsen sind. Überall wächst der typische Farn, Holunder, Pinien, Efeu und diverse andere Pflanzen, die ich nicht benennen kann. Es ist wunderschön, ich mag diese Wanderungen. Man riecht das Meer, kann es auch immer wieder sehen und kleine in den Stein gehauene Treppen führen zu Stränden runter. Gerade ist Flut, also gibt es nicht viel Strand. Von diesem Sentier aus sieht man das Château de Taureau, ein altes Gefängnis auf einer kleinen Felsinsel in der Bucht. Das Wetter ist heute trocken und relativ warm. Wir machen ein Picknick auf einer Bank mit Blick auf’s Meer. Schön. Auf dem Rückweg nach Plouigneau fahren wir an einem L’Eclerc vorbei und kaufen ein. Am Eingang ist ein kleines Café, in dem wir kurz anhalten und einen Kaffee trinken. Super, hier gibt es kostenloses W-Lan. Ich nutze die Gelegenheit und gleiche meinen Internetverlust mit ein paar schnellen Posts auf Facebook und dem Abruf von E-Mails aus. Ich wollte mich noch bei Gowalla hier einloggen, aber wir gehen schon rein in den Markt und die Verbindung reicht nicht so weit. So ein Mist, aber ich will jetzt nicht nur dafür wieder umkehren. Wie nerdig wäre das denn ;). Früher war ich immer fasziniert von diesen großen, französischen Supermärkten. Jetzt haben wir in Deutschland auch so viele davon. Außer ein paar Namen und ein paar Regionalitäten ist der L’Eclerc nicht von einem deutschen Markt zu unterscheiden. Aber trotzdem, die Dessertkühlschränke würde ich schon gerne auch im heimischen Regal sehen. Abends bereiten wir noch ein paar Salate für die Geburtstagsfeier am nächsten Tag vor. Wir bekommen noch kurzen Besuch von zwei wirklich rüstigen Verwandten aus Südfrankreich. Die sind vielleicht fit, das macht wohl die Sonne dort. Zum Abendessen gibt es bretonische Artischocken, lecker. Seht euch meinen Tag hier in Bildern...

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Von verlorenen Koffern & Zigaretten für Hunde

Gepostet von am Jun 12, 2011 in Blog, Cultural dreams, Pictured dreams | 2 Kommentare

Von verlorenen Koffern & Zigaretten für Hunde

9. Juni 2011 Hannover/ Plouigneau Ich fliege zu meiner Mutter in die Bretagne. Von Hannover über Paris nach Brest. Es ist immer wieder ein Abenteuer, zu Fliegen. Zumindest, wenn man nicht oft fliegt. Ich habe mal nachgezählt, dieses Mal müsste mein vierter Flug sein oder vielleicht fünfter, wenn ich den Flug mitzähle, an den ich mich anscheinend nicht mehr erinnern kann und von dem mir meine Mutter erzählt hat. Das Abenteuer fängt schon beim Parken an. Ich hatte einen Parkplatz reserviert und kurve jetzt schon das zweite Mal die Straße vorm Flughafen lang. Die geht immer rund, man kann sie nur in einer Richtung befahren. Wenn ich also ein Mal vorbei gefahren bin, muss ich wieder ganz rum fahren. Bei der zweiten Runde entdecke ich, dass der Parkplatz, den ich gesucht habe, ganz am Anfang war. Gut, dass ich früh dran bin. Also fahre ich rauf und suche einen freien Platz. Mann, sind hier viele Autos. Ich muss bis ganz zum Ende fahren. Ok, geparkt, Koffer raus und los zum Flughafen. Hm, der Weg ist ganz schön weit. Aber gleich vor dem Parkplatz ist eine Haltestelle vom Shuttle. Ich hoffe, das kommt auch noch rechtzeitig, damit ich den Check In nicht verpasse. 10 Minuten vergehen und ich überlege gerade, ob ich den ziemlich weiten Weg zum Flughafen doch zu Fuß gehe, da biegt der Shuttlebus um die Ecke. Ich bekomme noch einen freundlichen Tipp vom Busfahrer, dass mein Rucksack mir irgendwann Rückenleiden einbringen wird. Ich bedanke mich freundlich und steige aus dem Bus. Der Shuttle hält an Terminal C, ich muss zu Terminal A. Ich hoffe, ich darf noch einchecken. Ja, alles gut. Es hat geklappt. Ich frage bei der Gepäckaufgabe, ob ich mein Gepäck beim Umsteigen in Paris abholen und für den zweiten Flug wieder aufgeben muss. „Nein, das geht gleich weiter, wenn wir Glück haben.“ sagt der Herr hinter dem Schalter. So richtig beruhigend ist das ja nicht. Ich frag wohl lieber mal in Paris nach, wenn ich umsteige. Ab durch die Handgepäckkontrolle und den Körperscanner. Alles in Ordnung. Dann Warten auf den Flieger. Noch schnell ein Mal Wi-Fi nutzen und dann muss ich das Handy abschalten. In Frankreich schalte ich Roaming ab, habe keine Lust auf eine super teure Rechnung, also sehe ich vielleicht einer Woche ohne Internet entgegen. Das ist vielleicht ungewohnt in der heutigen Zeit. Aber ich werde es wohl überleben, ist ja vor dem iPhone auch nicht anders gewesen und immerhin hab ich es noch nicht soo lange. Der Flug verläuft gut, die Maschine ist viel kleiner als gedacht und wenn wir durch die Wolkendecke fliegen, ruckelt es ziemlich. Aber ansonsten ist alles gut. In Paris angekommen frage ich, ob ich mein Gepäck wirklich nicht selbst zum anderen Flieger bringen muss. Der nette Herr von der Air France bestätigt mir das und zeigt mir, wo ich zum nächsten Flieger komme. Dann hab ich noch eine Stunde Zeit, bevor mein Flieger nach Brest geht. Auf dem Pariser Flughafen sind erstaunlich viele Deutsche. Ich bin gespannt, ob das auf dem nächsten Flug auch noch so ist. Ja, ist es, merkwürdigerweise. Ich hätte nicht gedacht, dass die Bretagne für Deutsche so ein beliebtes Urlaubsziel ist. Ich treffe auch eine in Deutschland lebende Französin, die mit ihrem deutschen Freund ihre Familie ganz in der Nähe meiner Familie...

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À la prochaine

Gepostet von am Jun 9, 2011 in Blog, Cultural dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

À la prochaine

Heute verabschiede ich mich mit einer kleinen Leckerei, einem Fondant au Chocolat, ab in den Urlaub. Genau in 25 Minuten, um 13 Uhr, startet mein Flieger. Ich besuche meine Mutter in Frankfreich, genauer gesagt in der Bretagne. Das ist die nordwestliche Region in Frankreich, in der früher auch Asterix und Obelix gelebt haben, hätte es sie gegeben. Meine Mutter ist dort geboren. Ich bin also im Herzen Bretonin, ein Hinkelsteinschlepperin, Wildschweinfresserin und nicht zuletzt die Qual aller Römer, hähä. 😉 Die Gallier nannten die Region Aremorica, das bedeutet „Land am Meer“. Und so ist es auch. Die Halbinsel liegt größtenteils am Ärmelkanal und teilweise auch am Atlantik. Das Meer ist vom Haus meiner Mutter aus in 15 Minuten zu erreichen. Wie ich mir schon dachte, ist das Wetter dort momentan – wie eigentlich meistens – eher rau. Durchschnittlich 15 Grad, Regen und wenig Sonne. Mir persönlich macht das wenig, ich mag das Wetter. Aber falls mal einer von euch dorthin fahren möchte, sollte er sich im Klaren sein, dass man hier auch im Hochsommer nicht unbedingt Badeurlaub machen sollte. Dafür lädt die raue Küste zu tollen Spaziergängen auf überwachsenen alten Zöllnerpfaden ein. An einigen Stellen kann man dann auch auf schroffe Felstürme klettern und bis zum Meeresrand wandern. Allerdings sollte man immer im Auge haben, wann die Flut kommt. Nicht nur ein Mal war ich auf einem Felsberg umschlossen und musst den Rest schwimmen, was nicht immer ungefährlich ist. Darüber hinaus kann man in der Bretagne viele historische Burgruinen, noch erhaltene Schlösser, Steilküsten, Felshäuser, Aquädukte und sogar ein paar römische Thermen besichtigen. Und nicht zu Vergessen das Essen: Fisch noch und nöcher, Crêpes, fransösische Pâtisserie und tolle Käse-, Wurstsorten, Wein, Cidre und so weiter. Auf den französischen Märkten kann man stundenlang wandeln. Mal gucken, was ich erleben werde. Meine Mutter hat schon viele Ideen, was wir machen können. Und den Rest meiner Familie werde ich natürlich auch besuchen. Meine Erzählungen und Bilder gibt’s hier, wenn ich wieder da bin. Bis in einer Woche,...

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Epidemien, Nuklearkatastrophe und Erdbeben

Gepostet von am Jun 7, 2011 in Blog, Global dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

Epidemien, Nuklearkatastrophe und Erdbeben

2011 begann mit einigen Katastrophen, die die ganze Welt beschäftigten: Erdbeben, Tsunami und die nukleare Katastrophe in Japan und nun EHEC in Deutschland. Und es gibt noch viel mehr Katastrophen, die täglich auf der Welt ablaufen. Hier kann man sie in aller Genauigkeit nachgucken. Der RSOE sitzt in Budapest, Ungarn und heißt „National Association of Radio Distress-Signalling and Infocommunications“, zu deutsch locker übersetzt „Nationale Gesellschaft für Funk-Notrufe und Info-Übertragungen“. Die Organisation bietet dieses weltweite System an, dass über Katastrophen informiert. Über dieses EDIS – Emergency and Disaster Information Service – kann man sich auf Google Earth Basis angucken, wo genau eine Epidemie wütet, eine nukleare Gefahr herrscht, Erdbeben stattfinden, Flutkatastrophen vorherrschen und so weiter und so fort. Die RSOE hat es sich zum Ziel gemacht, die Informationsgesellschaft zu unterstützen und die europäische Integration. Sie benutzt die neusten Techniken, das globale Navigationssatellitensystem (GNSS) und das geographische Informationssystem (GIS). Neben dem EDIS verfolgt die Gesellschaft verschiedene Aktivitäten wie z.B. Betrieb und Entwicklung von Informations- und Warnsystemen, Katastrophenmanagement etc. Sie arbeitet mit der heimischen und internationalen Regierungen zusammen und arbeitet auch an Interessen, die aus Ungarns EU-Mitgliedschaft resultieren. Die RSOE trägt vor allem mit dem EDIS dazu bei, Notrufe und Informationen weiter zu verteilen. Ich bin durch Zufall auf sie gestoßen und bin immer noch fasziniert, dass es so etwas gibt und vor allem – man verzeihe mir Vorurteile – von Ungarn. Ich finde den Dienst sehr fortschrittlich und denke, man muss ihn kennen. Hier kann man selbst beobachten, was in der Welt vor sich geht und sich ein richtiges Bild davon machen. So ist man nicht unbedingt davon abhängig, was uns berichtet wird und was gerade mal nicht. Photo:  Biohazard gefunden auf Flickr © Francisco Javier Argel unter der Creative Commons Lizenz Attribution 2.0 Generic (CC BY...

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