Filmed dreams

Food from page to plate

Gepostet am Aug 4, 2011 in Blog, Filmed dreams, Pictured dreams, Tasty dreams, Written dreams | 1 Kommentar

Wer kennt das nicht, man sabbert zusammen mit Harry Potter in der großen Halle von Hogwarts, sieht Juliette Binoche in Chocolat zusammen mit Johnny Depp naschen oder meint, den Duft von Obelix Leibspeise in der Nase zu haben. In Filmen, Büchern und Spielen gibt es das tollste Essen (vor allem in Animes ^^). Es ist bemerkenswert wie stark unsere Sinne auf Bilder oder Beschreibungen von Essen reagieren. So funktioniert auch Werbung. Das subtile Raumparfüm im Supermarkt macht uns zur Weihnachtszeit Lust auf Lebkuchen und Glühwein. Aber auch nur das Ansehen reicht meist aus. Der gegrillte Burger im Fernsehen lässt uns das Wasser im Mund zusammen laufen. Und die Foodscapes von Carl Warner bringen einem bei näherem Hinsehen dann richtig zum Sabbern. Wenn noch ein fantasievoller Name dazu kommt – z.B. „Treacle Tarts“, „Montezumas Stärkungsmittel und Aphrodisiakum“ – oder man das Essen mit den Figuren aus seinen Geschichten verbindet, wünscht man sich nur noch, auch in diesem Schlaraffenland zu leben. Glücklicherweise gibt es zu einigen fiktiven Leckereien die Rezepte direkt von den Regisseuren oder Autoren. Oder Fans haben sich an den Gerichten probiert. Hier sind ein paar gute Seiten: www.fictionalfood.net Bringing food from page to plate! Ein privater Blog einer weiteren Foodie-Seele, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Essen aus Büchern, Fernsehen, Spielen und Filmen nachzukochen oder zu suchen. Hier gibt es wenige Rezepte, aber viele Appetithappen. www.innatthecrossroads.com In the Game of Food, you win, or you wash the dishes… Diese Fanseite befasst sich ausschließlich mit Essen aus George R.R. Martins Dark Fantasy Buchreihe „A Song of Ice and Fire“ (ASOIAF), zu der es jetzt auch eine HBO Serie gibt, „Game of Thrones“. www.schlemmerkino.de Die Nr. 1 für filmische Leckereien Hier gibt es wirklich alles, was man aus Filmen kennt. Unglaublich, wie viele Rezepte man hier finden kann. www.mugglenet.com/misc/rosmertas/index.shtml Madam Rosmerta’s Recipes Die fantastischen Gerichte aus Hogwarts und Harry Potters Zauberwelt. Auch ich habe natürlich ein bisschen herumprobiert und kann einige Tipps geben: „Butterbeer by Melissa“ habe ich bei Madam Rosmerta’s Recipes unter Drink Recipes gefunden und ausprobiert. Es ist eine Kalorienbombe, aber sehr lecker. Wer es nicht so zuckersüß mag, der sollte kein Cream Soda (oder auch Cola) verwenden, sondern lieber Club Soda (oder auch Wasser). Ich hebe mir diese Leckerei allerdings für besondere Gelegenheiten auf. Z.B. zu Weihnachten ist es ein tolles Getränk, aber bloß nicht zu viel davon, sonst kriegt man nichts anderes mehr herunter. Den „Guatemaltekischen Liebeszauber“ aus Chocolat wollte ich unbedingt ausprobieren. Die heiße Schokolade gemischt mit Cayennepfeffer, Vanilleschoten und Rum hat mich sehr interessiert. Allerdings muss man die Zusammenstellung doch etwas üben. Das Rezept ist mir nicht ganz gelungen. Ich werde es wohl noch ein Mal probieren und ein bisschen experimentieren. Denn die Mischung hat auf jeden Fall etwas. Auch das „Rezept von Hernando Fernandez (Arzt und Botaniker)“ aus Chocolat hat mich gereizt. Hier ist unter anderem schwarzer Pfeffer enthalten. Auch hier habe ich festgestellt, dass das mit der Schärfe in der heißen Schokolade geübt sein will. Man sollte nicht unbedingt den Mengenangaben im Rezept vertrauen. Aber von der Idee her ist das Getränk super. Und diese fiktiven Mundwässerer will ich unbedingt noch ausprobieren: ASOIAF Lemon Cakes ASOIAF Salladhor Saan’s Hot Wine ASOIAF Cersei’s Creamy Chestnut Soup ASOIAF Rack-of-Lamb in crust of garlic and herbs ASOIAF Onion-and-Cheese Pie ASOIAF Beef and Bacon Pies Lebkuchentrüffel aus Chocolat Römer-Mandelkrokant mit Kardamom-Nougat aus Chocolat Rosmerta’s Recipes Mulled Meat unter Drink Recipes Rosmerta’s Recipes Rock Cakes unter Appetizer Recipes Rosmerta’s Recipes Treacle Tarts unter Dessert Recipes Rosmerta’s Recipes Ton Tongue Toffee unter Miscellaneous Sweets Recipes Gebratene „grüne“ Tomaten aus welchem Film wohl 😉 So, ich glaube, ich habe euch jetzt genug Hunger gemacht. Ran an den Herd und guten Hunger! Photo: A Carl Warner Foodscape found on Flickr © DrJohnBullas under the Creative Commons Licence Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-NC-ND...

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Thor – Superhelden und Mythen

Gepostet am Mai 13, 2011 in Blog, Filmed dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

Thor – Superhelden und Mythen

Thor – ein Name der Legenden und Sagen. Der Gott des Donners. Oder doch eher ein Außerirdischer mit magischen Kräften? Superheldenfans und Mythenliebhaber, beide kommen bei diesem Film, der aktuell im deutschen Kino läuft, auf ihre Kosten. Die Grundzüge der nordischen Mythologie lassen sich hier wiederfinden. Thors Hammer Mjölnir ist überliefert, ebenso seine unglaubliche Kraft und seine Fehde mit den Riesen. Er kann Donner beschwören und ist der Beschützer von Midgard (Erdenreich). Er ist der Sohn von Odin, jedoch wird nicht wie in der Mythologie Jörd, die Erdgöttin, als seine Mutter dargestellt, sondern Frigga, die Asenkönigin. Loki ist im Film Thors Stiefbruder, ein Findelkind von Odin nach dem großen Krieg gegen die Riesen. Lokis Mythe ist zwar eng umschlungen mit Thor und Odin, allerdings gehen hier Verfilmung und Mythe auseinander. Sehr gut eingefangen ist aber sein Charakter: ambig, zwiespältig, mal Freund der Asen und mal Feind. An Thors Seite stehen vier Freunde: Sif, Volstagg, Hogun, Fandral. Sif ist in der alten Überlieferung seine Gattin. Die drei anderen findet man dort nicht. Heimdall widerum, der Wächter der Götter, ist eine mythische Figur. Er bewacht die Regenbogenbrücke Bifröst, die Midgard mit Asgard (Asenreich, Himmelreich) verbindet. Im Film verbindet die auch Asenbrücke genannte Passage neun Welten im Weltraum über Yggdrasil. Den Weltenbaum findet man auch in der Geschichte, allerdings verbindet er dort nur drei Welten über seine Wurzeln: Jötunheim, Niflheim und Asgard. Der Film erklärt die Entstehung der Mythen, in dem die Asen zu Zeiten der Wikinger über Bifröst nach Midgard kamen, um die Menschen vor den Riesen zu beschützen. Durch ihr plötzliches Erscheinen, ihre magischen Fähigkeiten und ihre Kraft wurden sie von den Menschen als Götter verehrt. Eine schöne Erklärung, die es mir gleichzeitig auch sehr viel einfacher macht, die modernen, sauberen Rüstungen der Asen zu mögen. Denn sie sehen mehr aus als kämen sie aus einer hoch zivilisierten und technisierten – bzw. magischen – Zeit, als dass sie mit der üblichen Vorstellung der Götter aus der Vorzeit übereinstimmen. Natürlich ist der Film sehr viel amerikanischer geprägt, als es die Mythologie anmuten lässt. Denn die Geschichte wurde auf Basis der Marvel Comics verfilmt. Thor trat zum ersten Mal 1962 in den Comics auf, in „Journey Into Mystery #83“ und war ein Mitglied der Avengers (Rächer). Im Comic verbringt der Donnergott viele Jahre ohne Gedächtnis auf der Erde. Im Film weiß er die ganze Zeit um seine Existenz und versucht anfangs, wieder zurück nach Asgard zu kommen und Mjölnir, der auch auf der Erde gelandet ist, zurück zu erlangen. Zu den mythischen Personen gesellen sich dann auch sterbliche Menschen – Jane Foster, Erik Selvig und S.H.I.E.L.D, die ihre eigenen Erfahrungen mit Thor machen. Die Rollen sind hervorragend besetzt. Vom Hauptdarsteller, Chris Hemsworth (Thor), der auch fast ohne Maske den blinden Hünen mimen könnte über Natalie Portman (Jane Foster), deren deutsche Synchronstimme zwar nicht ganz passt, aber die sehr ehrgeizig und sanft spielt bis hin zu Anthony Hopkins (Odin), selbst schon eine Legende am Schauspielerhimmel. Aber auch die vielen kleinen Nebenrollen werden großartig gespielt, Tom Hiddleston (Loki), Rene Russo (Frigga), Idris Elba (Heimdall), um nur einige zu nennen. Und nicht zuletzt ist der Regisseur zu nennen. Für mich überraschenderweise hat sich Kenneth Branagh diesem Film angenommen. Ich kenne den Iren vor allem als bedeutenden Shakespeare-Interpret. Der Charakterdarsteller und Theaterschauspieler hat auch einige Filme als Regisseur zu verzeichnen, z.B. „Viel Lärm um Nicht“ (1993) und „Mary Shelleys Frankenstein“ (1994). Ich denke, Branagh hat in der Verfilmung von „Thor“ seine Liebe zu den Legenden gezeigt. Er zeichnet eine wunderschöne Welt Asgard und eine klirrend kalte Welt Jotunheim. Ich kann eine Kritik von schon ganz gut verstehen: „Überhaupt merkt man dem Regisseur die Liebe zu vergangenen Epochen und Mythologien an […] die Figuren entsprechen in ihren Persönlichkeiten und Eigenschaften überwiegend den alten Quellen. […] Die Faszination für die Comicvorlage und die Sagenwelt birgt allerdings auch ihre Gefahren: Im Vergleich zu dem epochal inszenierten Asgard wirkt die Storyline auf der Erde nicht nur visuell blass. […] Fazit: Krachender Mix aus Comicverfilmung und Fantasyabenteuer, das den Zuschauer trotz einiger Hänger in eine andere Welt katapultiert.“ – cinema vom...

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How to lose friends and alienate people

Gepostet am Mai 11, 2011 in Blog, Filmed dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

How to lose friends and alienate people

Kennt ihr den Film „How to Lose Friends and Alienate People“ oder auf Deutsch „New York für Anfänger„? Nicht, na dann habt ihr was verpasst. Ein Film von 2008 mit Simon Pegg. Simon Pegg ist auch bekannt aus Shaun of the Dead, Hot Fuzz, Run Fatboy Run oder zuletzt Paul. Ein großartiger, britischer Schauspieler, der eine ganz besondere Art hat, Dinge auf die Schippe zu nehmen. Niemand versteht es so gut wie er, verschiedene Stereotype zu persiflieren. Und er spielt jede Rolle gut und mit Witz: den ernsten, pflichtbewussten Polizisten, den Voll-Nerd oder den volltrotteligen Nichtsnutz, der zum Held wird. Ihn im Casting zu haben, ist ein Garant für Humor der etwas anderen Sorte. Zurück zum Film. Er ist wirklich grandios. Es geht um einen Möchtegern-Celebrity-Journalisten, der von England aus zu einem der größten und einflussreichsten Lifestyle-Magazine in New York geholt wird. Er hat schon als kleiner Junge davon geträumt, hinter das Absperrband gelassen zu werden, dass den roten Teppich vom Rest der normalen Menschen trennt. Dahinter stellt er sich eine glamouröse Lichterwelt voller Stars vor, ein Nirvana, das höchste Ziel. Was am Anfang so oberflächlich wirkt, gestaltet sich schnell zu einer Aufdeckung des wahren Hollywood, natürlich nicht ohne die üblichen Fettnäpfchen und Stolperfallen, in die Sidney Young tappt, der von Pegg gespielt wird. Es ist eine Studie über ein leeres Hollywood. Nicht leer an Menschen, aber vor allem leer an Respekt, Anstand, Ehrlichkeit und Toleranz. Man muss erfolgreich sein, dann kann man alles haben, Frauen, Geld, schöne Wohnung etc. Frei nach dem Motto zelebrieren die meisten Angestellten bei Sharps Magazine die Szene. Diejenigen, die es in einen Chefsessel geschafft haben, mit Champagner und Stars im Arm und diejenigen, die nach oben streben mit gesenktem, bewunderndem Blick, schön diskret. Unser Anti-Held fällt von einem Faux-Pas in den nächsten und mischt Celebrities und Presse auf. An seiner Seite steht Kirsten Dunst als Alison Olson. Manchmal scheint es, als wären die zwei die einzigen mit Hirn trotz jeglicher Ausrutscher. Auf jeden Fall sind sie es, die zurück ins Menschliche streben und die Story mit einem Apell an die inneren Werte abrunden. Definitiv zu empfehlen!   Photo:  Gefunden auf Flickr © Andy Chou. Alle Rechte...

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