Global dreams

Es geht auch anders – Eine kapitalistische Alternative

Gepostet am Jul 7, 2011 in Blog, Global dreams, Philisophical dreams, Pictured dreams, Produced dreams | 2 Kommentare

Die meisten Menschen verkaufen ihre Arbeitskraft heutzutage für jemand anderen. Diese Anderen sind Reiche, Genies, Glückspilze und sicher auch manchmal Leute, die hart für ihren Erfolg gearbeitet haben. Aber die Anderen machen den kleinsten Teil der Weltbevölkerung aus. Der Großteil verbringt seine Zeit damit, die Reichen noch reicher zu machen. Natürlich bekommen sie auch ihren Teil. Aber warum ist der weniger wert als der eines Vorstandsvorsitzenden oder Geschäftsführers? Die weit verbreitete Antwort: Sie tragen nicht die Verantwortung. Aber warum müssen sie allein die Verantwortung tragen? Und genau das ist die Frage, die man sich stellen sollte. Eine Business-Alternative präsentiert Michael Moore in seinem Film „Capitalism: A Love Story“. Er besucht zwei Unternehmen, die ihm ihre etwas andere Philosophie zeigen: Alvarado Street Bakery und ein Roboterhersteller. Beide gehören den Angestellten, es sind kooperative Business-Modelle. Die genaue Bezeichnung wäre wohl Arbeitergenossenschaft. Nur muss man bei diesem negativ angehauchten Begriff darauf hinweisen, dass diese Bäckerei nicht nur den Arbeitern gehört, sondern auch von ihnen kontrolliert wird. Interessierte finden hier eine genaue Definition des Modells von Alvarado. Jeder, egal ob Bandarbeiter, Sekretärin oder Führungskraft, bekommt pro Jahr eine einzige Aktie der Firma. Am Ende des Jahres gibt er sie wieder ab und bekommt eine neue. Dadurch hat jeder eine Stimme bei jeglichen Unternehmensentscheidungen, von Investitionen über Gehalt bis hin zu Gesundheit. Es läuft ab wie in einer Demokratie. “There’s no big I’s and little You’s,” said Ronnie Bell… “Everything is shared.” Jeder bekommt das heraus, was er hineingibt. Und das kann sich sehen lassen, bei Alvarado bekommen Angestellte durchschnittlich zwischen 65.000 und 70.000 $ im Jahr. Das Verhältnis zwischen Führungskraft- und Arbeitergehalt ist weniger als 3:1. Das klingt fair, das klingt gut. Und das sehen auch die Angestellten/Besitzer so. Die meisten arbeiten schon seit 15 Jahren in dem Unternehmen und sind stolz darauf, es mitgestalten zu können. Anstelle von Ellenbogen-Gehabe herrscht hier anscheinend ein familiäres Miteinander. Z.B. konnte man beobachten, wie die Angestellten sich herzlich vor dem eigens angemieteten Kino begrüßten, um gemeinsam den Film von Moore anzugucken. “Because we are they,” said Girkout, “we tend to give ourselves the best benefits possible.” Die 1979 in Kalifornien gegründete Bäckerei besteht heutzutage aus 117 Angestellten und erwirtschaftet einen Jahresertrag von 24 Mio Dollar mit der Herstellung von organischem Vollkornbrot und Bagels. Die Produkte sind etwas teurer als das Durchschnittsprodukt, aber qualitativer und werden gerne von „Ökos“ gekauft. 40.000 Brotlaibe werden täglich produziert und geliefert. Der Erfolg des Unternehmens beweist, dass Kapitalismus nicht gleich Kapitalismus sein muss. Die Verantwortung liegt nicht in einer Hand. Und das muss sie auch nicht. Man kann sie auch auf mehrere Köpfe verteilen. Für sich selbst arbeitet man ganz anders als für andere, vor allem, wenn man mitbestimmen darf. Das macht alle glücklicher, hoch motiviert und nicht zuletzt wird dadurch die Produktivität des ganzen Unternehmens enorm gesteigert. Heraus kommt eine erfolgreiche, kapitalistische Alternative. Ich verneige mich vor den erfolgreichen, stolzen Bäckern aus Kalifornien. Nun bleibt mir nur die Frage, warum nicht mehr Unternehmen diesen Weg einschlagen. Ich habe an diesen Beispielen gesehen, es geht auch anders. Weitere interessante Gedanken zu diesem Thema gibt es von ChaosPhoenix hier auf: http://www.wahn-der-gedanken.de/2011/06/29/das-leben-der-anderen/ Vielen Dank an: Quelle: Jeremy Hay http://www.pressdemocrat.com/article/20091001/ARTICLES/910019908 Quelle: Dean Walker http://www.groundreport.com/Opinion/Alvarado-Street-Bakery_1/2909018 Photo: Teamgeist gefunden auf aboutpixel.de © Peter...

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Epidemien, Nuklearkatastrophe und Erdbeben

Gepostet am Jun 7, 2011 in Blog, Global dreams, Pictured dreams | Keine Kommentare

Epidemien, Nuklearkatastrophe und Erdbeben

2011 begann mit einigen Katastrophen, die die ganze Welt beschäftigten: Erdbeben, Tsunami und die nukleare Katastrophe in Japan und nun EHEC in Deutschland. Und es gibt noch viel mehr Katastrophen, die täglich auf der Welt ablaufen. Hier kann man sie in aller Genauigkeit nachgucken. Der RSOE sitzt in Budapest, Ungarn und heißt „National Association of Radio Distress-Signalling and Infocommunications“, zu deutsch locker übersetzt „Nationale Gesellschaft für Funk-Notrufe und Info-Übertragungen“. Die Organisation bietet dieses weltweite System an, dass über Katastrophen informiert. Über dieses EDIS – Emergency and Disaster Information Service – kann man sich auf Google Earth Basis angucken, wo genau eine Epidemie wütet, eine nukleare Gefahr herrscht, Erdbeben stattfinden, Flutkatastrophen vorherrschen und so weiter und so fort. Die RSOE hat es sich zum Ziel gemacht, die Informationsgesellschaft zu unterstützen und die europäische Integration. Sie benutzt die neusten Techniken, das globale Navigationssatellitensystem (GNSS) und das geographische Informationssystem (GIS). Neben dem EDIS verfolgt die Gesellschaft verschiedene Aktivitäten wie z.B. Betrieb und Entwicklung von Informations- und Warnsystemen, Katastrophenmanagement etc. Sie arbeitet mit der heimischen und internationalen Regierungen zusammen und arbeitet auch an Interessen, die aus Ungarns EU-Mitgliedschaft resultieren. Die RSOE trägt vor allem mit dem EDIS dazu bei, Notrufe und Informationen weiter zu verteilen. Ich bin durch Zufall auf sie gestoßen und bin immer noch fasziniert, dass es so etwas gibt und vor allem – man verzeihe mir Vorurteile – von Ungarn. Ich finde den Dienst sehr fortschrittlich und denke, man muss ihn kennen. Hier kann man selbst beobachten, was in der Welt vor sich geht und sich ein richtiges Bild davon machen. So ist man nicht unbedingt davon abhängig, was uns berichtet wird und was gerade mal nicht. Photo:  Biohazard gefunden auf Flickr © Francisco Javier Argel unter der Creative Commons Lizenz Attribution 2.0 Generic (CC BY...

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